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pur+ Schlagfertigkeits-Training für Kinder

Beitrag von KIKI (www.tivi.de)

Schlagfertigkeits-Trainer Matthias Pöhm hat folgende Tipps und Tricks für euch:

Die Körpersprache!

Seid selbstbewusst! Und sorgt dafür, dass der andere auch sieht, dass ihr es seid! Wer zu sich selbst steht und sich gut findet, dem werden Beleidigungen von anderen nicht so viel ausmachen!

Wichtig ist die richtige Körperhaltung. Gerade stehen, die Knie durchdrücken und den Kopf stolz nach oben halten: das zeigt dem Angreifer “Ist mir doch egal, was du da redest!”.
Wenn euch trotzdem jemand doof anmacht, dreht euch leicht von ihm weg und schaut ihm auf den Hals und nicht direkt in die Augen. Das signalisiert, dass ihr nicht angreifbar seid und euch der andere gar nicht interessiert.

Schlagfertige Antworten

Um die richtigen Antworten spontan über die Lippen zu bringen, braucht man ein bisschen Übung. Auf den nächsten Seiten findet ihr Techniken, die euch in vielen Situationen die passende Antwort finden lassen.

Das Zustimmen

Wenn ihr blöd angemacht werdet, stimmt dem Angreifer zu.

  • Beispiele für Angriffe und Antworten:
    “Du bist fett!” “Stimmt, gut beobachtet.”
    “Du Volldepp!” “Da passen wir aber gut zusammen.”
    “Du hast einen ekeligen, fetten Pickel im Gesicht!” “Oh danke für die Info, könntest du auch mal auf meinem Rücken gucken?”
    “Du bist so dick!” “Stimmt. Was dir im Hirn fehlt, hab ich am Körper!”
    “Du Idiot!” “Da falle ich neben dir ja gar nicht auf.”
    “Du Zwerg!” “Lieber zu klein, als zu dumm.”
    “Boa, hast du Mundgeruch!” “Du solltest erst mal meine Füße riechen!”

Der Gegner wird verwundert sein über eine solche Antwort. Er wird merken, dass er euch sagen kann was er will, ohne dass es euch etwas ausmacht. Sein Angriff geht ins Leere und wird sinnlos.

Das Thema wechseln

Wechselt das Thema und verwirrt den Gegner. Dieses Ablenkungsmanöver funktioniert gut mit einer Frage:

  • Beispiele:
    “Deine Jacke ist so hässlich!” ” Find ich nicht, warum musstest du letzte Woche eigentlich zum Rektor?”
    “Ich hau dir gleich eine rein!” “Das wär aber nicht nett. Spaß bei Seite: tolles T-Shirt! Wo hast du das gekauft?”


Mit diesen Fragen leitet ihr das Thema auf den Gegner und sein T-Shirt oder seinen Besuch beim Rektor.

Eine Gegenfrage stellen

Mit einer Gegenfrage bringt man den anderen dazu, über sich selbst nachzudenken. Damit ist er abgelenkt und vergisst vielleicht sogar, was er eigentlich wollte.

  • Beispiele:
    “Du bist voll der Versager in Mathe?” “Na und? Wo hast du deine Fünfer?”
    “Iiiiiigitt, wie siehst du denn aus?” “Gefällt es dir?” oder “Gut, nicht wahr?”

Auch eine Nachfrage, was der andere einem eigentlich sagen möchte, wird ihn verwirren:

  • Beispiele:
    “Du fetter Klos!” “Was genau meinst du mit Klos?”
    “Du Hinternkriecher!” “Was genau verstehst du unter einem Hinternkriecher?”
    “Du schwule Sau!” “Weißt du überhaupt, was das ist?”

Und auch Nachfragen, was der Angriff soll, können den anderen durcheinander bringen. Das gilt auch für Erwachsene Angreifer, wie zum Beispiel Lehrer!

  • Beispiele:
    “Du hast mal wieder nichts gelernt und warst das ganze Wochenende faul!” “Warum möchten sie mich hier vor der ganzen Klasse fertig machen?”
    “Du hast wieder eine Fünf in Mathe. Wie immer!” “Warum sagen sie das vor der ganzen Klasse? Möchten Sie mich fertig machen?”


Antworten für alle Fälle

Es gibt ein paar Sprüche, die fast immer passen. Die kann man einfach auswendig lernen wie Vokabeln.

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